Du studierst in einem Studiengang, in dem Chemie oder Biologie eine Rolle spielt? Dann wirst du früher oder später mit ihnen in Kontakt kommen – Aminosäuren.

Aminosäuren sind die Bausteine, aus denen Proteine aufgebaut sind und als solche im Organismus zahlreiche Funktionen erfüllen. Darüber hinaus haben Aminosäuren vielfältige metabolische Effekte, zum Beispiel als Vorläufer von Hormonen und Neurotransmittern und sie werden als Arznei-, Lebens- oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen.

Daher ist es, besonders für die Biochemie und medizinische Chemie, wichtig, dass man weiß, wie Aminosäuren aufgebaut sind und in welche Gruppen sie eingeteilt werden können. Meist musst du „nur“ die proteinogenen bzw. kanonischen Aminosäuren kennen – mehr dazu hier pharmawiki.ch.

Doch wie lernst du die ca. 20 unterschiedliche Aminosäuren mit Namen, Struktur und Gruppe?

Der allgemeine Aufbau

Mache dir zunächst klar, wie Aminosäuren allgemein aufgebaut sind. Jede Aminosäure besitzt eine Aminogruppe, eine Carboxylgruppe und eine Seitenkette. Bis auf Glycin weisen sie zusätzlich mindestens ein chirales Kohlenstoffatom auf.
Zeichne dir am besten einmal das Grundgerüst auf und markiere die verschiedenen Bereiche.

SIeh dir danach an, wie sich die Reste der Aminosäure verändern:

Wenn du dir alle einmal alle Aminosäuren und ihre Strukturen angesehen hast, geht es hauptsächlich um die Wiederholung. Wir empfehlen, dass du dir täglich etwa 5 Minuten Zeit nimmst (du kannst dir z.B. einen Wecker jeden Tag auf eine bestimmte Uhrzeit stellen, der dich daran erinnert), um die Strukturen zu lernen. Dafür kannst du unterschiedliche Techniken anwenden.

Du kannst dir zum Beispiel eigene Karteikarten schreiben (siehe auch: Anki-Karten) und diese immer mal wieder durchgehen. Fragt euch am besten zu zweit oder in einer kleinen Gruppe gegenseitig ab – zum Beispiel indem einer die Strukturformel aufmalt und die anderen den Namen erraten müssen. Oder ihr macht es genau andersherum.

Du kannst aber auch mit Apps lernen. Dazu haben wir zwei Empfehlungen für dich:

Amino Acids: Quiz & Flashcards Google Play StoreApp Store
(kostenlos für Android, 0,49 Cent für Apple)

Amino Acid Quiz: Google Play StoreApp Store
(kostenlos für Apple und Android).

Einen Einblick, wie die Apps aussehen, bekommst du hier:

Das besondere bei den Namen der Aminosäuren sind die „Drei-Buchstaben-Codes“ und die „Ein-Buchstaben-Codes“. Die meisten kann man sich gut herleiten, da es die Anfangsbuchstaben der jeweiligen Aminosäuren sind. Also musst du nur noch die Ausnahmen lernen. Das sind bei den „Ein-Buchstaben Codes“ nur noch ca. neun Aminosäuren, bei den „Drei-Buchstaben-Codes“ sogar nur ca. vier. Um diese zu lernen, kannst du dir auch wieder Karteikarten erstellen oder mit Apps arbeiten.

Die Einteilung in verschiedene Gruppen erfolgt über die Eigenschaften der Seitenketten.

Achtung! Nicht jede/r Professor/in nutzt die gleiche Einteilung. Manche teilen sie nur grob ein, manche nutzen für jede Besonderheit eine neue Kategorie. Sieh dir also zuerst an, wie dein/e Professor/in die Aminosäuren einteilt und lerne zunächst diese Einteilung.

Hier siehst du Beispiele für die Einteilung in verschiedene Gruppen:

Um sich die Gruppen zu merken, gibt es unzählige Eselsbrücken und du kannst auch hier wieder mit Karteikarten und Apps arbeiten. Einige Beispiele für Eselsbrücken findest du hier:

Du könntest dir auch Karten mit den Strukturformeln erstellen und diese Kategorien zuordnen. Dafür kannst du gut eine Magnetwand nutzen oder einfach ein Din-A3-Papier nehmen. Wie das aussehen könnte, zeigen wir dir hier:

 

Wir hoffen, dass dir unsere Tipps geholfen haben und du nun das Essentielle über Aminosäuren weißt 😉

Nützliche Links:

Video zu Strukturformel merken